Wornik Hans und Zen-Buddhismus

Gottexistenz mit Gesetzen der Logik betrachtet

Aussage 1: Es gibt einen Gott – zählt als eigenständige Aussage.

Aussage 2 (Negation von Aussage 1): Es gibt keinen Gott – zählt als eigenständige Aussage.

Aussage 3: Es gibt für jeden einen Gott – zählt als eigenständige Aussage und ist verschieden von Aussage 1.

Aussage 4 (Negation von Aussage 3): Es gibt für niemanden einen Gott – zählt nicht, da äquivalent zu Aussage 2.

Ergebnis: 2:1 für die Existenz eines Gottes.

Was unterscheidet Gott von den Menschen?

Was uns Menschen in unserem Leben und Wissen beschränkt, ist die Zeit. Wäre sie nicht, könnten wir uns alles Wissen aneignen, egal wie hoch unser IQ ist (welcher übrigens auch mit Zeitvorgabe gemessen wird). Damit ist, glaube ich, klar, dass für Gott keine Zeit existiert. Mit dieser Eigenschaft ist es egal, ob etwas eine Minute dauert oder einen Tag, ob etwas gestern passiert ist oder morgen passieren wird. Was er erkennt, ist, dass wir eine Reihenfolge der Taten benötigen, um etwas zu erfassen.

Was bleibt von uns?

Früher wurde mit allen möglichen und unmöglichen Experimenten versucht, die Existenz des Geistes über Gewichtsmessungen zu beweisen. Es misslang. Wenn unser Geist aber keine Masse hat, kann er über die Lichtgeschwindigkeit hinaus. Dort wird wohl der Himmel auf uns warten.

Warum passiert so viel Leid in unserem Universum?

Obwohl für Anhänger Jesu das Alte Testament nicht von Bedeutung ist, steht dort die Aussage Gottes: „Macht euch die Erde untertan". Das heißt, dies ist unsere Welt. Um hier Leiden zu lindern oder zu verhindern, sind wir allein verantwortlich. Wenn wir also eine bessere Welt wollen, müssen wir selbst handeln und mit Hilfe von Wissenschaft oder anderen Wegen wie Früherkennungen und Frühwarnsystemen die Welt ein Stück gerechter machen.

Eine andere Sichtweise ist, dass alles, was wir erdulden müssen, Lektionen auf dem Weg zu Gott sind. Schmerzen, die wir vor unserem Tod erdulden müssen, nehmen uns die Angst vor dem Tod. Menschen, die plötzlich und früh sterben, sind einfach schon so weit, dass ein weiteres Leben nur unnötiges Leid wäre.